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Wie der Herr, so der Knecht : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Dann erinnert Euch, daß ich Euch vergeben habe, und Eure Reue wird vielleicht minder ſchmerzlich ſein.

»Jetzt mein Officier, ſprach er zu dieſem,ver⸗ fügen Sie über mich.

Der Officier winkte ſeinen Soldaten, und Jaques wurde in ſein Zimmer geführt und daſelbſt ſtreng bewacht.

Eine Stunde! murmelte Marcel.Die Friſt iſt kurz, aber ſie muß benutzt werden.

Er verſchwand aus der Halle, und eilte hinweg, ohne daß es Jemand bemerkte.

Die Stunde, welche dem Verurtheilten bewilligt worden war, ſich zum Tode vorzubereiten, war bald verſtrichen. Die Soldaten führten den Gefangenen in's Freie, um den Urtheilsſpruch an ihm zu voll⸗ ſtrecken. Jaques ging feſten Schrittes in ihrer Mitte und ſtellte ſich auf den Platz, wo er die tödtlichen Kugeln empfangen ſollte. Sein ernſtes Antlitz war ruhig, faſt heiter. Als man ihm die Augen verbinden wollte, verbat er es.

»Ich fürchte den Tod nicht,« ſagte er,ich werde ihn ohne ein Zucken der Wimper erwarten.

Achtung! befahl jetzt der Officier den Soldaten, die dem Verurtheilten gegenüberſtanden.Legt an!

Die Soldaten gehorchten, die Mündungen von zwölf Gewehren waren auf Jaques gerichtet, der in feſter Haltung das Commando:Feuer! erwartete. Aber dieſes Commando ſollte nicht gegeben werden. Es geſchah etwas ganz Unerwartetes.

»Halt!« rief plötzlich eine kräftige Stimme in ge⸗ bieteriſchem Tone.Halt! Gewehr ab!«

Unwillkürlich, ganz mechaniſch, gehorchten die Sol⸗