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Wie der Herr, so der Knecht : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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flüchtet hat, verſetzte der Haushofmeiſter.Verſtehſt du nun?

»Ja, ich verſtehe, gab Marcel todtenbleich zur Antwort.»Robespierre hat den Brief empfangen, und ſeine Schergen abgeſandt, um Jaques gefangen zu nehmen, verhören und ſchließlich erſchießen zu laſſen, wenn er des Verbrechens ſchuldig iſt, den Sohn ſeines Herrn gerettet zu haben. Euer Werk iſt ge⸗ lungen!«

Ja, dem Himmel ſei Dank, unſer Herr wird endlich gerächt werden! ſagte der Haushofmeiſter mit dem Ausdrucke grimmigen Haſſes.

Marcel antwortete nicht, denn eben jetzt trat Jaques aus der Thür und auf den Officier zu, welcher ihn zu ſprechen verlangt hatte.

»Ich bin Jaques Brouſſard, der Herr dieſes Schloſſes, ſagte er gefaßt und ruhig, obgleich ſein ernſtes, ſtrenges Geſicht etwas bleicher als gewöhn⸗ lich ausſah.Was verlangt man von mir.«

»Sie ſind mein Gefangener, entgegnete der Officier. Soldaten ergreift ihn! Und nun vorwärts in die Halle, wir werden ſofort Gericht über ihn halten.

Jaques leiſtete keinen Widerſtand, der auch völlig nutzlos geweſen ſein würde. Willig ſchritt er mit den Soldaten in das Schloß zurück, und der Haushof⸗ meiſter mit den übrigen Dienern folgte. Der Officier nahm an einem Tiſche Platz, und zog einen Brief aus ſeiner Bruſttaſche, den er entfaltet vor ſich hinlegte.

Warum verhaftet man mich?« fragte Jaques un⸗ geduldig.»Weſſen Vergehens bin ich angeklagt wor⸗ den?

Ihr habt nicht zu fragen, ſondern nur zu ant⸗ 3