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Wie der Herr, so der Knecht : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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der Schreckensherrſchaft, für einen wüthenden Jakobiner

halten.

ich auch gekränkt werde, ich muß es ertragen um der Treue willen, die ich meinem Herrn geſchworen habe. Einſt wird der Tag kommen, der mich rechtfertigt. Bis dahin, Geduld und Schweigen!

Was Jaques ganz richtig vorausgeſehen hatte, trat ein. Sobald man in der Umgegend erfuhr, daß er der Käufer der Güter ſei, wurde er für einen Jakobiner erklärt, und als ſolcher von allen redlichen Leuten ver⸗ mieden, verachtet und gehaßt. Er that nichts, das Ur⸗ theil der Menge zu berichtigen. Es wäre gefährlich geweſen. So gut köͤniglich geſinnt auch die Mehrzahl der Bewohner dieſer Gegend war, fehlte es doch nicht an Verräthern. Jaques ſchloß ſich den wildeſten Re⸗ publikanern an, und erreichte ſomit, was er bezweckte. Bei den Gewalthabern galt er für unverdächtig, bei den Gegnern derſelben als Abtrünniger, als Dieb, als Möoͤrder..

Jaques verbarg die ſchmerzlichen Wunden, die ihm die Verachtung aller guten Menſchen ſchlug, unter einer kalten und ruhigen Außenſeite, obgleich er vor Schmer⸗ zen laut hätte aufſchreien mögen. Aber er durfte es ja nicht. Er mußte jede Kränkung geduldig hinnehmen, obgleich ihm das Herz im Leibe dabei blutete. Selbſt in ſeinem eigenen Hauſe durfte er ſeinen Gefühlen nicht freien Lauf laſſen, denn die Dienerſchaft, welche er hatte annehmen müſſen, beſtand natürlich aus lauter Re⸗ publikanern, und vor ihnen gerade mußte er am meiſten auf ſeiner Hut ſein.

Nur einen einzigen Troſt hatte der treue Diener,

»Sei es denn, ſagte der treue Diener.So ſchwer