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Wie der Herr, so der Knecht : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Ach, das iſt prächtig!« rief Simon aus.Es wird ein herrliches Feſt geben, ſo ganz unter uns. Ich gehe ſofort, Wein zu kaufen.

Baron Vignerolles hatte darauf gerechnet. Simon's Frau war nicht anweſend. Sobald ſich der Schuſter entfernt hatte, eilte Vignerolles zum Dauphin.

»Mein Prinz, ſagte er bewegt.Vertrauen Sie mir?

Ja, guter Mann! antwortete der arme Kleine, und nickte freundlich.

Wohlan, werden Sie mir morgen folgen, wenn ich. Sie dazu auffordere?

Gewiß, mit Vergnügen! Was beabſichtigen Sie?«

Still, die Wände haben hier Ohren! Auf morgen! Ich hoffe, mein Prinz, Gutes für Sie. Aber laſſen Sie ſich nichts merken.

Nichts! Ich werde ſein wie immer!

In dieſem Augenblicke kam der Arzt, und Vigne⸗ rolles eilte ihm erfreut entgegen.

»Das trifft ſich ſehr gluͤcklich!« ſagte er.Wir ſind allein, und können unbelauſcht reden. Hören Sie! Morgen denke ich einen Verſuch zur Befreiung des Prinzen machen zu können. Man feiert ein Feſt in Paris, und hier im Tempel wird man ein Trinkgelage veranſtalten. In der Verwirrung, wenn die Wächter betrunken ſind, entführe ich den Prinzen. Wie? weiß ich noch nicht, vielleicht in einem Sacke, in einem Korbe, oder in Wäſche verſteckt. Aber ich hoffe; es wird gelingen. Der kühnſte Weg iſt zuweilen der Beſte.«

Der Arzt war bleich vor innerer Bewegung.

»Vielleicht gelingt es, ſagte er.Man muß