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Vanderhaan will Ihnen bis an ſein Lebensende ein treuer Diener ſein!“
„Und die alte Crabetje eine treue Wirthſchafterin!« ſprach die gute Lieſe mit freudeſtrahlendem Blick.„Glück und Segen auf immer von Oben für das neu erſtan⸗ dene Haus Monkenwyk!«
Ja das war eine Freude für die alten wackeren treuen Seelen, eine Freude, wie ſie ſie nimmermehr zu erleben gehofft hatten. Aber auch dieſer Freudentaumel mußte ſich endlich ſänftigen, und Peter zuerſt dachte wieder der beiden Mappel, die duͤſter und vernichtet von Scham im dunkelſten Winkel des Gemaches ſtan⸗ den, ihre Augen nicht vom Boden erhoben, und ach! nicht fröhlich ſein konnten mit den Fröh⸗ lichen.
»Was ſoll werden mit ihnen, Jonathan?« fragte Peter.„Du wirſt deine Rache nicht auf's Aeußerſte treiben? Nicht an dieſem Abende wenigſtens, Jona⸗ than! Bedenke, es iſt der Weihnachts⸗Abend.“
Jonathan lächelte mild.„»Peter,“ ſagte er,„meinſt du wirklich, ich könne Rache üben an dieſem Abende, nachdem ich mein Herz und meine Seele erquickt habe an der Freude guter Menſchen? Nein, Peter, es ſei ihnen verziehen, denn ich wollte ja nur Vergeltung! Geht!“ wandte er ſich an die beiden Mappel.„Geht! Ihr ſeid frei, und ich fordere von Euch keine Rechen⸗ ſchaft weiter. Entfernt Euch— und Friede ſei mit Euch«
»Oh, der gute Jonathan!“ rief der alte Vander⸗ haan aus.„Er ſpricht wie der Engel des Herrn, der da kam in der Nacht des Heils: ‚Siehe, ich verkündige
Euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird!


