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Siebentes Kapitel. Mynheer Seybel.
Es waren nur noch wenige Tage bis zu Weih⸗ nachten. Draußen wirbelte der Schnee in großen Flocken, der Sturmwind brauste aus Nordweſten, und wieder einmal, wie vor vielen Jahren, ſaß Jonathan am Fen⸗ ſter und ſchaute nachdenklich in das Toben der aufge⸗ regten Elemente hinaus, das ihn ſo lebhaft an ſeine fruͤhe Jugendzeit und an das erſte Weihnachten er⸗ innerte, deſſen er ſich wirklich und lebendig bewußt ge⸗ weſen war. Jene freudenvolle Zeit tauchte in friſchen Farben vor ihm auf mit all' ihren geſpannten Erwar⸗ tungen und erfüllten Hoffnungen, und er hätte vielleicht noch lange darüber geſonnen und geträumt, wenn ihn nicht Peter aus der Verſunkenheit ſeiner Gefühle auf⸗ geſchreckt hätte. Peter aber trat haſtig in die Stube, ſchüttelte den Schnee von ſeinem Hute und ſeinen Kleidern, und rief laut:„Victoria, Jonathan! Wir haben ſie! Aber was iſt dir denn? Du ſiehſt trübe und finſter aus?«
„Nein, nein, Peter, höchſtens ein Bischen weh⸗ müthig,“ erwiederte Jonathan.„Laß dich's nicht küm⸗ mern, ich dachte nur an vergangene Zeiten und an gethane Gelöbniſſe! Aber warum rufſt du Victoria? Haſt du endlich einen Fingerzeig entdeckt?« 4
„Mehr, Jonathan, mehr!“ entgegnete Peter.„Sie ſelber hab' ich!“«
„Wen? Meinen alten Vanderhaan?“


