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Weihnachten! : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Er hatte wohl Urſache, ſich zu bedanken, der Jona⸗ than! Denn außer der wunderbaren, herrlichen Mühle ſtanden und lagen, wie geſagt, noch viele andere ſchöne Sachen auf dem glänzend vom Weihnachtsbaume über⸗ ſtrahlten Tiſche, und Alles ſchien dem Knaben zuzu⸗ rufen:Siehe, ich verkündige dir große Freude, dieweil dir heute der Heiland geboren iſt, welcher iſt Chriſtus der Herr!« Und Jonathan empfand die Freude, em⸗ pfand ſie in ſeinem innerſten Herzen, und aus dem Herzen heraus ſtrahlte ſie in ſeinen glänzenden, funkeln⸗ den Augen, und in ſeinen glänzenden Wangen, die wie von Purpurröthe übergoſſen waren. Von Einem eilte er zum Andern, bewunderte Alles, belobte Alles, freute ſich über Alles; jetzt über die glänzende Armbruſt von⸗ Mahagoniholz mit reichem Silberheſchlage, und dann über die Feſtung mit Wall und Graben, mit Kanonen und Soldaten, die in Reih' und Glied aufmarſchirt ſtanden; jetzt über den großen, prachtvollen Baukaſten mit hundert Bauſteinen, Balken, Säulen und Bogen, und dann über die ſchöͤnen, bunten Bilderbücher mit Erzählungen und Fabeln, die ihm tauſendfache Unter⸗ Haltung verſprachen! Und ſo ſehr war er vertieft in alle dieſe Herrlichkeiten und noch ſo manche mehr, die wir gar nicht aufzählen wollen, daß er alles Uebrige darüber vergaß, und wohl ſelbſt auch das Gelübde, das er erſt noch kurz vorher in der dunkeln Kammer ſich ſelber und dem Knecht Ruprecht geleiſtet hatte.

Doch nein, da thun wir dem Jonathan unrecht. Denn plötzlich wurde er ernſt, ein ſinnender Ausdruck überflog ſeine eben noch von Glück und Freude ſtrah⸗ lenden Züge, und mit prüfendem Blicke muſterte er die