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Weihnachten! : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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heran, und ließ ſie ihr Kleidchen ausbreiten, und da ſchüttete ich ihr die ganzen Bonbons hinein, wohl dreißig oder vierzig, Peter, und da hätteſt du nun das ſaure Geſicht ſehen ſollen, das Philipp ſchnitt, als das 4 kleine Mädchen mit ſeinen Bonbons davon ſprang!. Es war zum Lachen, Peter, kannſt es glauben! Und Jonathan lachte von Neuem, und Peter lachte mit, aber gleich darauf wurde Peter doch wieder ernſt⸗ haft und ſagte: »Nun, es war gerade nicht hübſch von Philipp, daß er die Kleine ſchlagen wollte, aber ſiehſt du, gegen dich war er doch gleich gefällig, und gab dir, was du verlangteſt. So haſt du doch alſo keine Urſache, auf ihn boͤſe zu ſein. »Ich bin auch nicht gerade böſe auf ihn, Peter,« antwortete Jonathan.Aber ich ſpiele nicht ſo gern mit ihm, wie mit dir. Siehſt du, Peter, wenn ich arm E wäre, dann würde Philipp nicht gut gegen mich ſein, ſondern würde mich eben ſo behandeln, wie das kleine Mädchen, wohingegen du, du würdeſt immer mein treuer Peter bleiben, das weiß ich, wenn ich auch keinen Pfennig in der Taſche hätte, und darum, Peter, darum hab' ich dich lieb!«

de yEs magg ſo ſein, Jonathan, wie du ſagſt, erwie⸗ de derte Peter nachdenklich.Es mag wohl ſo ſein, aber t Gcott verhüte, daß Philipp jemals auf die Probe ge⸗ d ſtellt werde, um den Beweis zu liefern, daß du recht

haſt. Uebrigens biſt du doch kein ſo dummer Jona⸗ than, als ich dachte, ſondern ein ganz kluger, pfiffiger Jonathan, und weil du mich lieb haſt, wie du ſagſt, ſo mag's denn beim Alten bleiben, und wir werden gute Freunde ſein, und mit einander ſpielen nach wie