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ſiel, da ſah man wohl an ihrer Blaͤſſe und den trau⸗ rigen Zügen, daß es den guten Leuten in der letzten Zeit nicht zum Beſten gegangen war. Und das konnte denn auch nicht anders ſein. Vater Wille⸗ brand, der Ernährer und Erhalter der Familie, lag ſiech und krank, die Söhne konnten kaum für ſich ſelber ſorgen, und die arme Frau vermochte, trotz ihres angeſtrengten Fleißes, doch nur wenig zu ver⸗ dienen. So hatten denn die früher ſo glücklichen Leute nun mit Kummer und nie aufhörender Sorge zu kämpfen. 7
„Da iſt ein Brief aus B. gekommen, liebes Weib,« ſagte Vater Willebrand mit ſchwacher Stimme.„Ein Päckchen iſt auch dabei. Ich denke wohl, Beides kommt von unſerem guten Fritz, von dem wir nun, ſeit er uns verlaſſen hat, kein Sterbenswörtchen ge⸗ hört haben. Brich den Brief auf, und ließ ihn mir vor.« 1
Die Frau, als ſie von Fritz hörte, ergriff ſogleich
voller Freude den Brief, öffnete ihn, und las wie—*
folgt:
„Herzliebe Pflegeältern und liebe Brüder! „Gern hätte ich euch ſchon längſt geſchrieben, wenn
ich Zeit und Gelegenheit gehabt hätte. Aber Beides


