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Der Tugenden Vergeltung : Erzählung für Kinder / von Franz Hoffmann
Entstehung
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3 Manne, welcher die Abſchiedsworte des Knaben mit

nicht geringerer Ueberraſchung anhörte.

Laſſen wir den guten Jungen ſeinen Weg ge⸗ hen, ſagte er.Er meint es gut, und es würde ihn ſchmerzen, wenn wir ihn von ſeinem Vorhaben abbringen wollten. Ich hätte in ſeiner Stelle viel⸗ leicht auch nicht anders gehandelt. Der Junge iſt dankbar, und das freut mich. Gott möge ihn ſchützen und behuten. Gib Acht, liebe Frau, wir werden bald wieder von ihm hören, denn B. iſt ja nicht aus der Welt, ſondern nur fünf Meilen von hier ent⸗ fernt. Wenn's ihm Vetter Scharf zu toll macht, kann er ja immer wieder zu uns zurückkehren.

Damit war die Sache abgethan, aber Alle im Hauſe vermißten Fritz noch viele Tage recht ſchmerz⸗ lich, da Alle ihn von Herzen liebten und ſchätzten.

Fritz lief indeſſen munter ſeine Straße, und kam, als die Sonne ſchräg ihre Strahlen auf die Erde warf und dem Untergange nahe war, ermüdet, aber hoffnungsvollen Gemüths in B. an. Das Haus Meiſter Scharfs war bald aufgefunden, und ſein Bündelchen auf dem Rücken, den Wanderſtab in der Hand, trat Fritz zu ihm. Meiſter Scharf kannte den Knaben nicht mehr, denn er war hoch aufge⸗ ſchoſſen, und ein ſchlanker, ſchöner Jüngling geworden.