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Der Tugenden Vergeltung : Erzählung für Kinder / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Unterſuchung beendigt hatte,lieber Alter, Ihr ſeid für dießmal ſo ziemlich davon gekommen. Gefährlich iſt Euer Zuſtand nicht, ſo lange Ihr Euch ruhig verhaltet und die vollkommene Heilung abwartet. An ſchweres oder anhaltendes Arbeiten aber dürft Ihr nicht mehr denken, bevor nicht ein Paar Jahre verfloſſen ſind. Es würde entweder baldigen Tod oder unheilbares Siechthum zur Folge haben.

Nach dieſem Ausſpruche, der nicht ſonderlich er⸗ baulich in Vater Willebrands Ohren klang, verſchrieb der Arzt einige Medicamente, gab noch ein Paar minder wichtige Befehle, und eilte ſodann weiter, um andern Kranken Beiſtand zu leiſten. Vater Willebrand aber ſtützte den Kopf ſchwermüthig in die Hand, und ſann lange und anhaltend nach. Niemand wagte ihn in ſeinem Sinnen zu ſtören, bis Mutter Willebrand den Knaben winkte, die Stube zu verlaſſen, und allein bei dem Kranken zurückblieb. Ganz allein war ſie aber nicht. Sie bemerkte Fritzen nicht, welcher ſtill und ruhig in einem Winkel ſaß, und leiſe vor ſich hin weinte. 3

Mutter Willebrand näherte ſich dem Krankemla⸗ ger, ergriff die Hand ihres ſchwer vom Schickeſtle getroffenen Mannes, und fragte theilnehmend: Worüber ſinnſt du nach, Lieber? Wenn