115
Als Vater Willebrand die Kinder weinen und wehklagen ſah, winkte er ihnen mit dem Finger Ruhe, und bemühete ſich mehrmals, obwohl anfänglich ohne Erfolg, zu ſprechen. Zuletzt brachte er doch mit ſchwacher Stimme einige Worte heraus, und ſagte: „Seid ſtill, Kinder! So ſchlimm, als ihr denkt, geht es nicht mit mir, da ich fühle, daß kein edler Theil in meinem Körper verletzt iſt. Und wenn auch, wir dürfen nicht vergeſſen, was ich eben erſt euch einſchärfte: Was Gott thut, das iſt wohlgethan, und wir müſſen ſtill halten unter ſeiner ſtarken Hand. Seid alſo ſtill, Jungen! Es wird ſchon wie⸗ der beſſer gehen. Du Wolf, kannſt nach Hauſe lau⸗ fen, und die Nachbarn bitten, mit einer Tragbahre zu kommen, damit ſie mich heimtragen können, denn heimzugehen ſteht nicht in meiner Macht. Lauf, guter Junge, und ſei unbeſorgt.“
Wolf rannte davon und kehrte bald mit den er⸗ chlockenen Nachbarn und einer Tragbahre zurück.
Wolf lief ſodann zum nächſten Arzte, cher gegen Abend eintraf, und den Kranken un⸗ ſuchte.
Lieber Alter,« ſprach der Arzt, nachdem er ſeine 8 ³*½


