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Der Tugenden Vergeltung : Erzählung für Kinder / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Kinder, ich habe mir das gleich gedacht, als ich den Schelm ſah. Sieht er doch aus, als ob er ſeiner Mutter aus den Augen geſchnitten wäre. Komm her, mein Sohn, und gib mir'nen Kuß. Du biſt will⸗ kommen unter meinem Dache.

Der kleine Fritz ging zutraulich zu dem Alten hin, der ihm einen recht herzlichen und väterlichen Kuß auf den Mund drückte, und ſich dann wieder zu ſeiner Frau wandte.

Nun, Frauchen, fragte er,was ſteht denn in dem Briefe da weiter drin?«

Die Mutter weinte.Ich muß es mit dir allein beſprechen, lieber Mann, ſagte ſie.Es ſind wich⸗ tige Nachrichten in dem Schreiben enthalten, und ſie betrüben mich bitterlich.

Nun, was der liebe Gott ſchickt, muß getragen werden mit Geduld und Ergebung,« ſprach der Köhler ruhig.Komm, laß uns in die Kammer gehn. Da kannſt du dein Herz ausſchütten.«

Mit ruhiger Faſſung ſtand Willebrand auf, zün⸗ dete eine Kienfackel an und begab ſich mit ſeiner Frau in die Kammer, nachdem er den Buben empfohlen hatte, indeß mit dem kleinen Vetter Beranniſchaſt zu ſchließen.

Nun, liebe Frau, ſagte er, als die Kammete Der Tug Vergeltung. 2