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riges, aber ziemlich großes Gebäude mit einem Laden, der voller Gerümpel aller Art ſteckte und mir keinen großen Begriff von den Handelsgeſchäften der Alten einflößte. Das verminderte aber meine Zuneigung zu ihr nicht im mindeſten, und als ſie mich beim Äbſchiede noch einmal bat, daß ich jeden Mittwoch und Sonntag Abends bei ihr vorſprechen ſollte, wiederholte ich mit Freuden die Zuſicherung, daß ich ganz gewiß kommen wolle. Sie ſchrieb ſich dann noch meine Wohnung auf ein Blatt Papier, und nun endlich ließ ſie mich gehen.
Die zufällige Bekanntſchaft mit der wunderlichen,
aber herzensguten Alten gereichte mir, ſo unglaublich
es klingt, zum größten Vergnügen. Sie gewann mich wahrhaft lieb, und gab mir das auf alle mögliche Weiſe zu erkennen. Obgleich ſie ſehr arm ſchien, machte ſie mir dennoch von Zeit zu Zeit kleine Geſchenke, und gab mir nebenbei in unſeren Unterhaltungen einen Schatz von praktiſchen Lebensregeln, die mir in meinem ſpäteren Leben häufig zu großem Nutzen gereichten. Dazu beſaß ſte eine wunderbare Unterhaltungsgabe und wußte tau⸗ ſend intereſſante Dinge zu erzählen, in denen gewöͤhn⸗ lich noch eine gute Lehre verſteckt lag. Immer, ſo oft ich zu ihr kam, fand ich ſie allein— nie traf ich einen nder. tenſchen bei ihr. Später erfuhr ich, daß ſie keine, aber auch gar keine Verwandten hatte— Ge⸗ ſchwiſter und Enkel, die ſie beſeſſen, ruhten längſt im Grabe, und ſeit Jahren ſtand ſie allein in der Welt. Das erklärte mir denn auch ihre ſeltſame Anhänglich⸗
keit an mich, und ich fand darin einen Grund mehr,
der armen verwittweten Alten die Achtung und Liebe
1 eines Sohnes zu widmen. Dem Baron Alfred hatte ich von meiner neuen Bekanntſchaft Mittheilungen gee


