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Bangen vor der Zukunft zu haben. Nur darf hier Niemand wiſſen, daß ich dich unterſtütze, denn meine Mutter würde ſehr böͤſe daruͤber ſein. Sie iſt eben ſo feſt, wie ich von deiner Unſchuld, von deiner Schuld überzeugt, und es hat mich Mühe genug gekoſtet, dir wenigſtens die Beſtrafung zu erſparen. Indeß, es iſt gelungen, und du kannſt das Schloß verlaſſen, zu wel⸗ cher Zeit du willſt. Sage nun, gefällt dir mein Plan, dich mit in die Stadt zu nehmen?“
Was konnte ich ſagen? Es that mir zwar in der innerſten Seele weh, daß ich mit dem Verdachte eines Verbrechens beladen die Heimath verlaſſen mußte, aber im Dorfe konnte ich doch auch auf keinen Fall bleiben. Die Leute hätten ja mit Fingern auf mich gewieſen und gewiß hätte Jedermann den Umgang mit mir ge⸗ ſcheut, ſo lange nicht meine Unſchuld ſonnenklar bewie⸗ ſen war. Alſo ſchlug ich nach kurzem Beſinnen ein und dankte dem Baron Alfred fuͤr die Güte, die er mir bewies.— 1
»„Ich ſehe, du biſt ein verſtändiger Knabe,“ ſagte er freundlich.„In der Stadt kennt dich Niemand, und hier wird die ganze ſchändliche Geſchichte bald vergeſſen ſein, wenn du erſt den Leuten aus den Augen biſt. Wer weiß— vielleicht kommt auch noch deine Unſchuld an den Tag, und dann biſt du vollends gerechtfertigt. Jedenfalls iſt deines Bleibens hier länger nicht. Geh' heim, ſprich mit deiner Mutter, der du unter dem Sie⸗ gel der Verſchwiegenheit unſeren Plan mittheilen kannſt, und morgen früh erwarte mich in dem nächſten Dorfe, wo ich dich abholen werde. Geh', mein Kind, und ſei getroſt! Du biſt gut und rechtſchaffen, und ſomit wird dich Gott nicht verlaſſen.“ 6 4
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