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und machſt mir keine Sorge weiter. Wenn du ſechs Winter hindurch beim Schneider gelernt haſt, ſo will
der dich losſprechen und zum Geſellen machen— nach⸗
her biſt du ein gemachter Mann. Ja, ja, Baſtel!, deine Mutter ſorgt ſchon für dich, denn dafür biſt du ihr einziges Kind! Es hat mir freilich viel Kopfbrechens gekoſtet, bis ich mit Alt⸗* Sommer und Winter, haßhe im Rein⸗ nun iſt dir auch ge⸗
holfen und d⸗— den kommenden Tagen in's
Auge achtiger, rechtſchaffener Schneider Hr und Handwerk hat goldenen Boden. ₰ jetzt zum Schulzen!«
Za ſtand ich, verwirrt, betäubt, keines Wortes wei⸗ ter mächtig. Mein Schickſal war entſchieden: ich mußte
Gänſehirt und Schneiderjunge werden, und mit meinen liebſten Träumen ſchien es für immer vorbei zu ſein. iderſpruch duldete meine Mutter nicht— und wenn auch, ich hätte ja doch nichts zu ſagen gewußt, denn die Mutter hatte Recht, vollkommen Recht, ganz un⸗ bar Recht. Alſo nahm ich meine Mütze, ſchlich
zhum Schulzen hin, ſtellte mich als Gänſe⸗Baſtel vor,
und trieb am folgenden Tage richtig die Gänſe auf die Weide. Nun war's aus mit dem Lernen; ich mußte ein wachſames Auge auf meine Heerde haben, denn es wäre mir übel ergangen, wenn mir ein Gänschen fort⸗
geflogen oder vom Fuchs wegſtipitzt worden wäͤre. Kaum, daß ich Abends ein Stündchen gewann, um
einen Blick in meine lieben Bücher zu werfen. Ich fühlte mich in meiner Lage ſehr unglücklich, aber als der Sommer dahinſchwand, ſollt' es noch
ſchlimmer werden. Mit dem Spätherbſt mußt' ich


