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Unter der Erde : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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mit der Beſtimmung, daß ſie dieſelbe zum ewigen An⸗ gedenken aufbewahren und tragen moͤchten. Außerdem verordnete er, daß Beide lebenslänglich das Doppelte ihres gewöhnlichen Jahres⸗Gehalts aus der Bergkaſſe beziehen ſollten. Der braven Mutter Domann aber wurde eine lebenslängliche Penſion ausgeſetzt, welche hinreichte, ihre letzten Tage vor Noth und Elend zu ſchützen.

So waren, ſeit das Ungluͤck geſchehen war, Mo⸗ nate vergangen, und der regenreiche Herbſt hatte ſchon längſt der Strenge eines ungewöhnlich kalten Winters weichen müſſen. Da erſchien eines Tages der Jäger⸗

burſche des in der Nachbarſchaft wohnenden Förſters

in Bornheim, und machte bei der Berghauptmannſchaft die Anzeige, daß er in einer Felſenſchlucht die bereits halb verwesten, jetzt aber ſteinhart gefrorenen Ueber⸗ reſte eines menſchlichen Körpers aufgefunden habe. Er fügte hinzu, daß er jene Leiche für die des verſchwun⸗ denen und verſchollenen Lorenz anſehe, und daß derſelbe muthmaßlich ſchon vor längerer Zeit in der erwähnten Schlucht verunglückt, wahrſcheinlich von einer ſteilen Felſenwand heruntergeſtürzt ſei, in welcher ſich etwa hundert Fuß hoch über der Schlucht eine Höhle befinde. Der Zugang zu dieſer Höhle ſei ſehr beſchwerlich, ja gefährlich, dennoch laſſe ſich kaum daran zweifeln, daß Lorenz ſich in ihr verſteckt gehalten habe, um die Nach⸗ forſchungen nach ſeiner Perſon zu vereiteln. Er müſſe beim Hinauf⸗ oder Hinunterklettern von der glatten Felswand ausgerutſcht ſein, und bei dem Sturze in die Tiefe das Leben verloren haben.

Dieſe Nachricht verbreitete ſich ſehr ſchnell im Dorfe, und Hunderte von Leuten, darunter auch die