und ſei reichlich mit Geld, Kleidungsſtücken, Wäſche, und ſogar Schmuckſachen verſehen geweſen. Nament⸗ lich ſoll er eine ſchöne goldene Uhr mit goldener Kette gehabt haben, von der man natürlich keine Spur mehr 8 gefunden hat?« »Gleichviel! Ich bleibe bei meiner Behauptung, daß Friedel an der ganzen Sache vollkommen unſchuldig, und nicht im entfernteſten dabei betheiligt iſt,“ entgeg⸗ nete der erſte Sprecher mit Heftigkeit.„Weiß man denn, wer den Ohnmächtigen aufgefunden hat?« 1„Ei freilich, die alte Mutter Domann, die geſtern im Walde herum gekrochen iſt, hat den armen Men⸗ 6 ſchen wie todt auf dem blutigen Raſen liegen ſehen, und ſogleich die Holzfäller, die nicht weit von der Stelle arbeiteten, zu Hülfe gerufen. Die Leute haben ihn dann in's Krankenhaus getragen und dort iſt der Menſch wohl verpflegt worden, ſo daß er heute wieder ganz I1 munter und bei Beſinnung iſt. Wenn ich nicht irre, hat er die Gerichts⸗Commiſſion in Friedel's Haus be⸗ gleiten müſſen, um dort ſein Eigenthum zu recognos⸗ ciren, falls man es im Hauſe finden würde.« „Nichts wird man finden!“ rief der Oberſteiger
Winter, der von Anfang an Partei für ſeinen alten Freund genommen hatte.„Friedel iſt einer ſolchen Handlag. wie man ihn deren beſchuldigt, gar nicht
ähig!«
3Ohol rief der andere Sprecher aus,—„nicht
fähig? Da ſchaut hin, Herr Oberſteiger! Dort bringt man ihn ja, den unſchuldigen, braven, rechtſchaffenen Mann, da bringt man ihn, die Hände auf den Rücken gebunden! Und wahrhaftig, da trägt ein Gerichtsdie⸗, ner auch das Ränzel des Handwerksburſchen! Oho


