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Alle richteten ihre Blicke auf den verwundeten Kna⸗ ben, und der Vater deſſelben, nachdem die Bahre ſanft niedergeſetzt war, eilte an ſeine Seite.
»Hanſel, mein armer Hanſel, wie befindeſt du dich?« fragte er, mit zärtlichem Blick über ihn hin⸗ ebeugt.
3„Beſſer, lieber Vater, viel beſſer,“ verſetzte der Knabe mit ſchwacher Stimme, aber doch vernehmbar. »Nur der Hinterkopf ſchmerzt mich ſehr. Was iſt denn nur mit mir geſchehen? Ich weiß gar nicht, wie ich in dieſen Zuſtand gerathen bin?«
»Du ſollſt Alles erfahren, mein Kind,— nur für jetzt beruhige dich und rege dich nicht auf,“« verſetzte der Vater beſchwichtigend.„In wenigen Minuten ſind wir zu Hauſe, und dort, hoffe ich, werden deine Schmer⸗ zen gelindert werden.“
Der verwundete Knabe dankte für den Troſt mit einem ſchwachen Lächeln, und verhielt ſich ganz ruhig, bis man in der Wohnung ſeines Vaters ankam. Hier nahm ihn die Mutter in Empfang, die mit todtenblaſſem Geſicht aber in Gott ergebener Faſſung den traurigen Zug erwartet hatte.
„Sei getroſt, Mutter, Hanſel's Zuſtand iſt nicht ſo gefährlich, als es den Anſchein hat,“« rief der Ober⸗ ſteiger ſeiner Frau zu.
Die arme Mutter erhob Augen und Hände dan⸗ kend zum Himmel, und ſchritt dann unverzüglich zur Hülfeleiſtung. Schon vorher hatte ſie das Bett des verwundeten Knaben zurecht gemacht, und für warmes Waſſer, für Schwämme und für Binden und Banda⸗ gen geſorgt. Vorſichtig wurde der noch immer aus einer Wunde am Hinterkopfe blutende Knabe auf eine


