ſäumt, denn leicht hätte er ſich wieder in den Beſitz des fortgetriebenen Nachens ſetzen können, wenn er der herr⸗ lichen Schwimmkunſt mächtig geweſen wäre. Er ſah das ein, jetzt, wo er eingeweicht wurde, wie ein Schwamm im Waſſer, wo die kalte Näſſe ihn wie Fieberfroſt ſchüttelte, und der eiſige Wind das Mark in ſeinen Ge⸗ beinen erſtarren machte. Aber nun kam die Einſicht zu ſpät. Er mußte aushalten, mußte hungern und frie⸗ ren, und am Ende auch noch die ſchlimmen Folgen des böſen Unwetters tragen, die möglicherweiſe noch ärger ſein konnten, als die traurige Nacht ſelbſt. Da half nun nichts weiter, als Geduld und Ergebung. Mochte er die Leiden der rauhen Nacht als eine gerechte Strafe für ſeine Bosheit, die er gegen Leo ausüben wollte, und für ſeine frühere Trägheit und Waſſerſcheu hin⸗ nehmen. Verdient hatte er ſie gewiß.
Ein großer Dichter, der herrliche William Shake⸗ ſpeare, ſagt:„Die Stunde geht auch durch den rauhſten Tag!« und ſo geſchah es denn auch hier.
Kurz vor oder kurz nach Mitternacht ließen Wind und Regen nach, und hörten allmählig ganz auf. Die Wolken zerſtreuten ſich, glänzende Sterne blinkten freund⸗ lich tröſtend vom Himmel herab, und Müdigkeit und 4 Erſchöpfung drückten zuerſt Willy, dann auch Alfred die Augen zu. Im Schlafe vergaßen ſie das vergan⸗ gene Ungemach, und als ſie bei Aufgang der Sonne wieder erwachten, war die Luft warm und mild, die Sonne ſchien hell, und ihre durchnäßten Kleider waren ihnen auf dem Leibe getrocknet. Alfred hatte allerdings einen tüchtigen Schnupfen durch die gründliche Erkäl⸗ tung davongetragen, und konnte vor Heiſerkeit kaum ſprechen; aber das goldene Tageslicht, und die gegrün⸗


