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geleiſtet. Seine körperliche und geiſtige Trägheit ſcheint wirklich unüberwindlich zu ſein.“
Die Röthe der Scham brannte auf Alfred's Wan⸗ gen, da er ſich ſo unvermuthet entlarvt und ſeine zahl⸗ reichen Lügen aufgedeckt ſah, aber ſchnell ſchüttelte er dieſen Eindruck von ſich ab, und nahm wieder ſein ge⸗ wöhnliches indolentes Weſen an.
»Was da,“ ſagte er.„Ich habe nur Spaß gemacht, als ich mich rühmte, ein geſchickter Turner zu ſein. Das ſollte mir im Ernſte einfallen, mich im Schweiße meines Angeſichtes an Reck und Barren abzuquälen! Für was denn? Das ſind brodloſe Kuünſte, vielleicht recht gut und geſund für arme Leute, aber ſehr über⸗ flüſſig für meines Vaters einzigen Sohn. Möchte wiſ⸗ ſen, was mir das Turnen je im Leben helfen und nü⸗ tzen könnte!«
„Du pochſt auf den Geldſack deines Vaters,« er⸗ wiederte der alte Herr mit ſichtlicher Verachtung,— »aber Glück und Glas ſind zerbrechliche Dinge, und wer heute dem Glücke im Schooße ſitzt, kann morgen am Bettelſtabe gehen müſſen. Was das Turnen dir je im Leben helfen und nützen könnte, fragſt du?« Wenn du darauf keine Antwort finden kannſt, dann muß es mit deinem Verſtande wahrhaftig ſchlimm aus⸗ ſehen. Zu was hat dir der liebe Gott deine geſunden Glieder gegeben? Zum Faullenzen etwwa, oder da⸗ mit du dich ihrer mit möglichſter Kraft und Ge⸗ wandtheit bedienen lernſt? Wir ſollen unſern Körper ebenſo ausbilden und kräftigen, wie Seele, Geiſt und Gemüth, denn nur in einem tüchtigen Körper kann ein geſunder Geiſt gedeihen. Was Turnen und andere körperliche Uebungen dir nützen können? Frage den er⸗
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