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Bange Tage : Eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Erſtes Kapitel. Fonntag den 22. Auguſt 1813.

Vater Erdmann trat aus der Hinterthür des Hau⸗ ſes, und gieng langſamen Schrittes über den Hof in den Garten. Ein ſtattlicher Greis, hielt er ſich noch feſt und ſtramm aufrecht, trotz der weißen Locken, die in dichter Fülle ſeine Schläfe beſchatteten. Ein ſchwar⸗ zes Sammetkäppchen bedeckte ſeinen Scheitel. In ſei⸗ nen ernſten würdigen Zügen, in der gefalteten Stirn und den umflorten Augen prägten ſich deutlich ſchwere Sorgen und Kümmerniſſe aus.

Am Ende des Gartens lag eine geräumige Laube, welche, dicht umrankt von breitblättrigem Pfeifen⸗ ſtrauch, Schutz vor den brennenden Sonnenſtrahlen und erquicklichſten Schatten gewährte. Ein Tiſch und ein paar Bänke von weißem Holze ſtanden darin. Vater Erdmann ſetzte ſich in der dunkelſten Ecke der Laube nieder, ſtützte den Kopf auf den Arm und ver⸗ ſank in ein ſtilles, augenſcheinlich trauriges und ſchwer⸗ müthiges Nachdenken.

Bange Tage. 1