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Das Mutterherz ſträubte ſich zwar noch lange da⸗ gegen, den Sohn aus ſeiner Nähe zu entlaſſen, aber der Vater lieh Hans bald ein bereitwilliges Ohr, und wurde für die Abſichten des Knaben empfänglicher.
„Er hat nicht ganz unrecht, Mutter,« ſagte er zu ſeiner Frau;—„ein junger kräftiger Menſch kann es bei Fleiß und Ehrlichkeit in der Stadt jedenfalls wei⸗ ter bringen, als in einem kleinen Dorfe, wo er in alle Ewigkeit doch weiter keine Ausſicht hat, als in die Fußſtapfen des Vaters zu treten und Tagelöhner zu werden, wie er. Da gibt es ſchwere Arbeit und we⸗ nig Lohn, und ich verdenke es daher unſerem Hans nicht, wenn er ſich in der Welt Etwas verſuchen will. Ich ſage, verſuchen. Wenn es ihm nicht glückt, ſo iſt ja nichts verloren, und er kann alle Tage wieder nach Hauſe kommen. Laſſen wir daher ihn ziehen, Mutter. Der liebe Gott iſt überall, und wird den Jungen auch in der Stadt nicht verlaſſen. Hoffen wir nur, daß er allezeit rechtſchaffen und brav bleibt,— das iſt die Hauptſache.“
„Das will ich bleiben, Vater, gewiß,“ verſetzte Hons, und reichte, wie zur Bekräftigung ſeines Ver⸗ ſprechens, ſeinen Eltern beide Hände hin.
„Wohlan, ſo magſt du gehen, und mein Segen, ſo wie der Segen deiner Mutter wird dir nicht fehlen,“ ſprach der ehrliche Alte, indem er die Hand ſeines Sohnes ſchüttelte.
Die Mutter widerſprach nicht länger, ſondern fügte ſich der Entſcheidung ihres Mannes, wenn auch nur mit ſchwerem Herzen.
Rührend war es, zu ſehen, wie ſehr ſie ſich jetzt bemühte, die wenige Wäſche und die geringen Klei⸗


