und die Stelle als Hauslehrer und Freund im Hauſe des Barons annehmen möge.
„Ich ſage ausdrücklich, als Freund,“ fügte der Baron ſeinem Antrage mit gewinnendem Lächeln hinzu, „denn ich fühle wohl, daß es ein großes Opfer iſt, welches ich zum Beſten meiner Familie von Ihnen ver⸗ lange, ein Opfer, welches weit über jede Belohnung reicht, die ich Ihnen bieten könnte, inſofern Sie nicht meine aufrichtig angebotene Freundſchaft mit in An⸗ rechnung bringen wollen. Der Aufenthalt auf einer öden, von der geſitteten Welt ſo entfernt gelegenen In⸗ ſel, und der Umgang mit mir, einem von Charakter mehr ernſten und trüben als heiteren und lebensluſtigen Manne kann natürlich nur geringe Anziehungskraft für Sie haben,— indeß, erwägen Sie, welche Wohlthat Sie meinen Töchtern durch Ihr Bleiben erzeigen, und ſeien Sie überzeugt, daß Sie mich nach beendigter Er⸗ ziehung meiner Kinder als Ihren dankbarſten Freund kennen lernen werden. Auch ich bin nicht ganz ohne Einfluß in Petersburg, und ich verſpreche Ihnen, daß ich Ihnen eine Anſtellung im Staatsdienſte verſchaffen will, mit welcher Sie in jeder Beziehung zufrieden ſein ſollen. Darauf mein Wort! Und nun— ſchlagen Sie ein! Nicht wahr, wir trennen uns vorläufig nicht mehr?«
Der Jahresgehalt, welchen der Baron ſeinem jun⸗ gen Hausfreunde ausſetzte, mehr noch die wohlwollende Güte, die der Baron ihm immer gezeigt, und auch in dieſem Falle wieder an den Tag gelegt hatte, und am meiſten die Rückſicht auf die beiden kleinen Mädchen, deren Erziehung bisher ſehr vernachläſſigt worden war,
beſtimmten Werners Entſchluß. Nach kurzem Bedenken


