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Der Strandfischer : nach einer wahren Begebenheit seinen jungen Freunden erzählt / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Ich erkundigte mich ſchon bei dieſen Leuten, erhielt aber keine Antwort. 3

Glaub's wohl!« erwiederte der Kapitän.Es ſind arme eſthländiſche Fiſcher, die kein Wort deutſch verſtehen. Aber wo wir ſind? Auf der Inſel Dagoe ſind wir, und Gluͤck genug, daß wir auf den Strand geworfen wurden und daß ich noch zu rechter Zeit kam, um mich Ihrer anzunehmen. Die Kerle wollten Sie ſchon in den Sand einſcharren, weil ſie glauben moch⸗ ten, daß der Lebensfunke in Ihnen erloſchen ſei.

Mich in den Sand ſcharren? rief Werner ſchau⸗ dernd aus.

Ja freilich, in den Sand, entgegnete Wildenrad. Als ich ſchwimmend und mit aller Kraft und Geſchick⸗ lichkeit gegen die Wellen ankämpfend, aber glücklicher⸗ weiſe bei voller Beſinnung, wie durch ein halbes Wun⸗ der an's Ufer gelangte, und mich ſchüttelte, wie ein Pudel, ſah ich Sie zwanzig Schritt von mir auf dem Sande ausgeſtreckt. Drei oder vier von den Kerls da warfen ſchon die Grube aus, in die Sie hineinge⸗ worfen werden ſollten, um bei lebendigem Leibe ein frühes Grab zu finden, aber zum Gluͤck hatte ich eine Handſpake aufgerafft und wußte mir bei dem rohen und knechtiſchen Volke bald Reſpekt zu verſchaffen. Auf meine drohende Forderung wurden Sie in dieſe Hütte gebracht, und ich ſchwur, Jeden von den Kerls nieder zu ſchlagen, wenn nicht die gehörige Sorgfalt für Sie getragen würde. Das half, und vor fuͤnf Minuten ging ich nur eben einmal hinaus, um nachzuſehen, ob nicht noch Einer oder der Andere von unſerer braven Mannſchaft gerettet ſei.«

»Und haben Sie Keinen gefunden, Kapitän?«