Fenſter, an welchem Agathe Werner emſig am Näh⸗ tiſche beſchäftigt ſaß; aber doch auch wieder nicht ſo
— verlangt, endlich einmal eine gute Nachricht zu hören, und doch läßt er mich mit einem Herzen voll Sorge
Erſtes Kapitel. Die Reiſe nach Petersburg.
Die Herbſtſonne warf goldene Lichter durch das
emſig, daß ſie nicht von Zeit zu Zeit einen flüchtigen Blick auf die Straße hinaus geworfen hätte, in wel⸗ chem Blicke ſich Erwartung, Bangen und Sorge aus⸗ ſprach. „Wo er nur bleibt,“ flüſterte ſie mehrmals vor ſich hin.„Der Weg iſt doch nicht ſo weit, das Dorf liegt kaum eine Stunde entfernt, und er könnte ſchon längſt zurück ſein, wenn er ſich nur halb ſo ſehr nach ſeiner Schweſter ſehnte, wie dieſe ſich nach ihm. Schon Mit⸗ tag! Und noch nicht! Ich muß nur nach dem Eſſen ſehen, damit mein Mehlſüppchen nicht anbrennt! Der böſe Bruder! Er weiß doch, wie ſehr mich darnach
d Ungeduld bangen und harren! Aber warum grolle ihm? Gewiß hat er nicht früher kommen können, Der Strandfiſcher. 1 D


