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Wußten Sie denn, daß der alte Wolf nach Ihnen ver⸗ langte, mein gnädigſter Herr?«
„Wenigſtens ahnte mir, daß ich dir willkommen ſein würde, mein treuer Wolf,“ erwiederte der Graf mit bewegter Stimme.„Aber wo iſt er, er,— Ihr Secretair Peter, mein lieber Julius?«
In dieſem Augenblicke nahte Peter ſchon mit einem frohen Lächeln auf den Lippen, denn er hatte den Grafen Julius, ſeinen jungen Herrn erkannt und eilte herzu, ihn zu begrüßen. Starr heftete Graf Brut⸗ terode ſeinen Blick auf ihn, eine jähe Bläſſe entfärbte ſeine Wangen, und mit dem Ausrufe:„Er iſt es! Es iſt wahrlich der Sohn meines Siegmund!“ tau⸗ melte er ohnmächtig in die Arme Wolfs, der ihn an ſeiner Bruſt auffieng.
Die mächtige Gemüthsbewegung hatte den Greis tief erſchüttert, aber zum Glück erholte er ſich ſchnell wieder, als man ihn in das Zimmer trug und ſanft auf einen Lehnſtuhl niederſetzte.
„Es iſt Edgar, mein Enkel,“ waren ſeine erſten Worte, als er aus ſeiner Ohnmacht zum Bewußtſein zurückkehrte.»Ja, du biſt Edgar,“ wiederholte er, in⸗ dem er einen zweiten langen, forſchenden Blick auf das Geſicht des Jünglings heftete, der mit Thränen in den Augen vor ihm ſtand.„An mein Herz, du lange be⸗ weinter Knabe! Es ſagt mir, daß du mein Enkel biſt, und dieſe Stimme, wie dieſe Züge, die Züge meines Sohnes, können nicht lügen. Wolf, rede! Was weißt
du von dem Betruge, der nothwendig hier verübt wor⸗ den iſt und mir altem Manne damals faſt das Herz gebrochen hat!«
Wolf erzaͤhlte was er wußte. Der Siegelring, die


