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Die Sonne bringt es an den Tag : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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war glücklicher, als man anfänglich zu hoffen gewagt, vorüber gegangen, und die Frau Gräfin befand ſich

nicht nur auf der Beſſerung, ſondern ſogar außer aller

Gefahr.

Dem Himmel ſei Dank dafür! ſagte Graf Ju⸗ lius tief aufathmend aus erleichtertem Herzen.Be⸗ findet ſich der Arzt noch im Schloſſe?«

Gewiß, gnädiger Herr, erwiederte der Diener. Er glaubte die Frau Gräfin nicht vor Ihrer Ankunft verlaſſen zu dürfen.

Wo iſt er? Ich muß ihn ſogleich ſprechen!

Er iſt im Zimmer der Frau Gräfin, mit dem Herrn Grafen von Brutterode!

Mit wem? Was ſagſt du?« fragte Graf Ju⸗ lius haſtig, da er ſeinen eigenen Ohren nicht traute.

Mit Seiner Erlaucht, dem Herrn Grafen von Brutterode,« wiederholte der Diener.Der Herr Graf kamen vorgeſtern auf der Durchreiſe nach Dresden, wohin Sie ſich begeben wollten, hier an, und als Seine Erlaucht hörten, wie krank die Frau Gräfin wäre, ſo blieben Sie hier, um die Kriſis abzuwarten.

Es iſt gut, Johann! Sehr gut! ſagte Graf Ju⸗ lius.Aber vor allen Dingen zu meiner Mutter!«

Raſch eilte er in das Schloß, und mit Freuden⸗ thränen umarmte er die Mutter, welche ihm lächelnd die Hände entgegenſtreckte und ihn zärtlich auf. die Stirn küßte. Einige Minuten genoſſen ſie ganz das Glück des Wiederſehens, und erſt als Graf Julius ſich vollſtändig überzeugt hatte, daß für ſeine Mutter nichts mehr zu fürchten ſei, wandte er ſich an den Arzt

und an den alten Grafen Brutterode, die er Beide herzlich begrüßte. Er dankte dem Erſteren für ſeine