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Edgar, mein theurer Gebieter, befehlen Sie über den alten Wolf und uͤber Alles was er vermag!“
Peter glaubte zu träumen. Tief erſchüttert ſtand er da. Der Wechſel des Schickſals, der ſich ihm eröff⸗ nete, blendete ihn. Er, der unbekannte, heimathloſe Waldſtreicher, ſollte auf einmal Familie, Rang, Reich⸗ thum und Ehren finden? Unmöglich! Und doch konnte er kaum an der offenen, treuherzigen Erzählung des alten Mannes zweifeln, deſſen Blicke mit rührender Treue und Innigkeit an ſeinen Zügen hiengen.
„Du wirſt dich täuſchen., Wolf!“ rief er endlich aus.„Du erfüllſt meine Seele mit glänzenden Bil⸗ dern, die mit einem Male verſchwinden werden, wie ein Frühnebel vor der Sonne!“
„Ich täuſche mich nicht,« erwiederte der Alte.„Das Antlitz des Grafen Siegmund lebt in meinem Herzen, und das Ihrige gleicht ihm, wie ein Spiegelbild.
Graf Brutterode, Ihr Großvater, muß benachrichtigt
werden, und die Art und Weiſe, wie dies am beſten geſchehen könne, müſſen wir vor allen Dingen ſorg⸗ fältig überlegen. Folgen Sie mir, gnädiger Herr, zu meiner Urſula. Eine Frau weiß in ſolchen Dingen oft beſſeren Rath, als die Männer.“
„Ich bin alſo frei?« ſagte Peter,— vich darf das Gefängniß verlaſſen?“.
„Frei und als Ihr eigener Herr!« entgegnete Wolf.
„Doch wenn Sie meinem Rathe folgen wollen, gnä⸗ 3
diger Herr, ſo verlaſſen Sie das Schloß nicht eher, als bis wir irgend eine Nachricht vom Herrn Grafen Brutterode, Ihrem Großvater, eingezogen haben. Graf Bodo darf nicht erfahren, daß wir ſein Spiel durch⸗
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