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von ihm trennte, ſo ſah ſie doch ein, daß es ihr Gemahl nur gut mit Robert meinte, und legte da⸗
her der Ausführung ſeiſtes wohl überlegten Planes
kein Hinderniß in den Weg. Roberts Koffer ward gepackt, und ſobald die Nachricht aus Dresden ein⸗ gelaufen war, daß Herr Redlich den Knaben zu ſich nehmen wollte, beſtiegen Vater und Sohn ein leich⸗ tes Korbwägelchen und rollten hurtig der ſchönen Re⸗ ſidenzſtadt zu.
Robert weinte bitterlich, als er ſich von ſeiner Schweſter, von ſeiner Mutter, von der alten treuen Magd trennte; denn trotz ſeines übergroßen Leicht⸗ ſinns beſaß er ein gutes und weiches Herz. Tau⸗ ſendmal verſprach er unter Thränen der Mutter, nun „wirklich ein ordentlicher und braver Menſch zu wer⸗ den, und war auch feſt entſchloſſen, fortan das La⸗ ſter und beſonders den Müſſiggang zu meiden und ſeinen guten Vorſätzen getreu zu bleiben; aber wir werden ſogleich ſehen, auf welche Weiſe er ſeine Verſprechungen hielt.


