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Der Silbergroschen : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Daher überraſchte es ihn nicht ſehr, als er eines Morgens in der Zeitung las, daß Schloß und Herr⸗ ſchaft Eggenberg dann und dann mit allen Rechten, Zu⸗ behörungen ꝛc. ꝛc. öffentlich verſteigert werden ſollte.

Hm! hm! das wäre ja morgen ſchon! murmelte Benjamin vor ſich hin.Eggenberg iſt eine ſchöne Beſitzung! Wenn ich ſie kaufte! An Geld fehlt es mir nicht, und meine guten Aeltern würden gewiß gern jährlich ein paar Monate in dem ſchönen Schloſſe zubringen. Vater Haller ließ neulich ſo eine Andeu⸗ tung fallen! Hm! Ich kann ja morgen hinüberreiten, und der Verſteigerung beiwohnen, wenn ich die Be⸗ ſitzung auch nicht kaufe.

Gedacht, gethan. Ohne ſeinen Pflegeeltern ein Wort von ſeinem Vorhaben zu äußern, ritt er am nächſten Morgen nach Eggenberg hinüber, und kam gerade an, als die erſten Gebote von den anweſenden Kaufluſtigen gethan wurden. Sie waren unverhält⸗ nißmäßig gering. Benjamin wußte das. Er hatte am vorigen Tage die genaueſten Erkundigungen über den wahren Werth der Herrſchaft Eggenberg eingezo⸗ gen, und bot deshalb ohne Bedenken eine ſehr bedeu⸗ tende Summe mehr.

Das freut mich, ſagte ein alter Herr mit ganz eisgrauem Kopfe und einem ſehr gutmüthigen Geſichte leiſe zu dem Auktionator,das freut mich! Es iſt ein anſtändiges Gebot! Nun können die Schulden bezahlt werden, und es bleibt immer noch ein Kapi⸗ tälchen übrig, von deſſen Zinſen unſer liebes gnädiges Fräulein anſtändig leben kann. Das gute Kind! Ich hatte wirklich ſehr Angſt um ſie. Aber kennen Sie