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Der Silbergroschen : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Verweis, wenn nicht gar etwas Schlimmeres von mei⸗ nem Vorgeſetzten zu bekommen.

So ſind wir denn verloren, ſagte Benjamin, und ſtand da, wie ein Bild der Verzweiflung.Die Verweigerung Ihrer Hülfe koſtet wahrſcheinlich viele Menſchenleben. Sei es denn! Wir müſſen thun, was in unſeren Kräften ſteht, und uns wehren bis auf den letzten Blutstropfen. Leben Sie denn wohl,

Herr Oberſt! Gott verzeihe Ihnen, daß Sie meine

flehentliche Bitte verworfen haben!

Nicht ſo, nicht ſo, junger Mann, entgegnete der Oberſt.Mit Freuden würde ich Ihre Bitte er⸗ füllen, wenn ich dürfte. Aber ich bin Soldat, und muß den Befehlen Folge leiſten, die mir von meinen Vorgeſetzten gegeben werden. Nicht mit mir hadern Sie, ſondern mit der ſtrengen Disciplin, welcher wir Soldaten Alle ohne Ausnahme unterworfen ſind.

Oh, Herr Oberſt, Sie ſind ſehr gütig, daß Sie ſich noch bei mir entſchuldigen, erwiederte Benjamin. Verzeihen Sie meine unbeſonnenen Worte. Aber ich weiß kaum, was ich ſpreche, denn unſere Lage iſt in der That eine äußerſt gefährliche. Ich fürchte, Keiner von uns, die wir zur Fabrik gehören, wird den morgigen Tag erleben. Nun, ſei es denn in Gottes Namen! Wir wollen uns wehren, wie Män⸗ ner, ſo lange wir können. Noch einmal, leben Sie wohl, Herr Oberſt!

Er verbeugte ſich tief, und verließ mit bitterer,

ſchwerer Sorge das Haus. Hier beſtieg er ſein Pferd wieder, ſchenkte dem Soldaten, der es mittlerweile gehalten hatte, ein Trinkgeld, und wollte eben davon reiten, als er noch einmal die Stimme des Oberſt