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jamin für ihn herbeiſchaffte, gab ihm nur langſam einen Theil der durch langes Faſten und bitteres See⸗ lenleiden verlorenen Kräfte wieder. So groß war ſeine Erſchöpfung, daß eine Woche nach der anderen verſtrich, ohne daß er ſich vollkommen erholen konnte. Ja, als der Herbſt kam und die Blätter von den Bäumen ſtreifte, fühlte er ſich noch immer ſo ſchwach, daß er nicht im Stande war, ſeine kleine Hütte zu verlaſſen, oder ſich mit irgend einer, wenn auch nur leichten Handarbeit zu beſchäftigen.
Dies verurſachte ihm großen und ſchweren Kum⸗ mer, der ſelbſt nicht dem tröſtenden Zureden ſeines Sohnes weichen wollte, und der natürlich auch nicht dazu beitrug, ſeine wankende Geſundheit zu kräftigen. Doch hoffte Benjamin noch immer, daß es mit der Zeit ſchon wieder beſſer werden würde, und verlor da⸗ her den Muth nicht, wenn ihm freilich auch manchmal
recht ſchwer und bang um das Herz herum wurde. Der arme Junge,— er hatte wohl Grund und Urſache genug dazu.
Die fünfundzwanzig Thaler, die Herr Haller ihm geſchenkt hatte, ſchmolzen, ſo ſparſam er auch damit umging, doch von Woche zu Woche mehr zuſammen, und er konnte ſchon ungefähr ausrechnen, wie lange er noch damit würde haushalten können. In Voraus⸗ ſicht deſſen hatte er ſich ſchon längſt Mühe gegeben, um irgendwo einige, wenn auch nur ſpärlich lohnende Beſchäftigung zu bekommen, aber leider war es ihm damit nicht geglückt, wenigſtens nicht in der nächſten Umgebung ſeiner Heimath, wo leider überall, mehr oder weniger, die tiefſte Armuth herrſchte, und ein Jeder Mühe hatte, nur für ſich ſelber zu ſorgen.


