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Der Silbergroschen : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Da nimm! ſagte er.Es iſt für den Augen⸗ blick das Einzige, was ich dir geben kann, doch hoffe ich, der Verſatz der Uhr wird dir hinlängliche Mittel verſchaffen, um deinen Vater auf einige Wochen vor Nahrungsſorgen zu ſchützen. Aber verkaufe die Uhr unicht, ſondern verpfände ſie nur auf dem Ver⸗ ſatzamt, und bringe mir den Pfandſchein darüber. Ich werde ſie ſelbſt früher oder ſpäter wieder einlö⸗ ſen, denn die Uhr iſt mir lieb und werth als ein Andenken. Mehr kann ich für jetzt nicht für Euch thun. Nimm und geh' alſo, denn das Verſatzamt wird bald geſchloſſen werden.

Oh, mein Gott, wie gut Sie ſind, Herr Haller! ſtammelte Benjamin mit hellen Thränen in ſeinen Augen.Unſere Noth iſt zu groß, als daß ich Ihre Hülfe zurückweiſen dürfte, und doch betrübt es mich, daß Sie ſich, wenn auch nur auf kurze Zeit, von einem Gegenſtande trennen wollen, der Ihnen lieb iſt.

Laß dich das weiter nicht kümmern, erwiederte der Fabrikant.Geh' nur, damit du nicht zu ſpät

kommſt.

Aber, Herr, ſagte Benjamin in bedenklichem Tone,wird man mir auf dem Verſatzamte auch glauben, daß ich ein Recht dazu habe, ein ſo koſtba⸗ res Pfand zu verſetzen?

Du haſt Recht, daran habe ich nicht gedacht, ſagte Herr Haller.Vorſichtshalber werde ich dir eine ſchriftliche Beglaubigung mitgeben, daß du auf recht⸗

mäßige Weiſe in den Beſitz der Uhr gelangt biſt.

Das wird genügen. Er ging mit Benjamin in das Haus, ſchrieb im

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