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Der Silbergroschen : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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fordern, dir Hülfe zu leiſten?* fragte Herr Haller mit

einem leichten Seufßer.

Ja, lieber Herr, Sie haben es errathen, ver⸗ ſetzte Benjamin treuherzig.Ich weiß, Sie ſind ein guter Mann, ein wahrer Vater ihrer Arbeiter, und wenn auch mein Vater uicht unmittelbar in Ihrer Fa⸗ brik beſchäftigt geweſen iſt, ſo hat er Ihnen doch auf Ihre Beſtellung die feinſten und ſchönſten Leinwand⸗ Weben geliefert. Jetzt iſt er dem Hungertode nahe, und hat keinen Freund und Gönner, der ihm Bei⸗ ſtand leiſten könnte, als nur Sie allein. Nicht wahr, Sie werden ſich unſeres gränzenloſen Elendes erbar⸗ men?«

Herr Haller ſeufzte noch viel tiefer und ſchwerer, als vorhin; eine Thräne funkelte in ſeinem klaren, mildem Auge, und er wandte ſich von dem bittenden Knaben ab, damit derſelbe dieſes Zeichen ſeines innig⸗ ſten Mitleides nicht bemerken möge. Dann ging er, die Hände auf den Rücken gekreuzt, das Haupt tief auf die Bruſt niedergebeugt, einige Male in der Bu⸗ chen⸗Allee auf und ab. 1 3