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Selig sind die Barmherzigen, denn sie werden Barmherzigkeit erlangen : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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meinte er. Wir ſegelten weiter, ein Tag, eine Woche nach der andern ſchwand dahin, kein Fahrzeug kreuzte unſeren Weg. Mein Verhängniß ſchien es zu wollen, daß ich nach Oſtindien verſchlagen werden ſolle, und obgleich mir dieſer Gedanke anfangs ſchmerzlich war, gewoͤhnte ich mich doch allmälig daran. Der Kapitän tröſtete mich.Am Ende, meinte er,ſei ich in Oſt⸗ indien beſſer daran, als in England. Dort habe ſchon Mancher ſein Glück gemacht, dem es in ſeiner Heimath nie geblühet haben würde, und Leute, die Kopf und Herz auf dem rechten Flecke hätten, pflege es ſelten fehlzuſchlagen.

Nun denn, ich mußte mich in mein Schickſal erge⸗ ben, und am Ende, blieb es ſich denn nicht gleich, wo, an welchem Orte, in welchem Lande ich eine neue Hei⸗ math ſuchte? Wenn es mir nur gelang, irgend eine Zufluchtsſtätte zu finden, eine Zuflucht für dich, theu⸗ res Weib, und für unſeren Alli, unſeren lieblichen Knaben! Mit Euch wieder vereinigt, und die Heimath, das Vaterland, das Glück iſt wieder mein!

»Ach, der arme Mann, ſagte die alte Chriſtine, als Pfarrer Robin einen Augenblick inne hielt.Wie er ſich nach den Seinigen ſehnt! Der iſt gewiß kein Böſewicht, der mit ſolcher Liebe an Weib und Kind hängt! Aber wie geht's denn weiter, Herr Pfarrer? Iſt es ihm denn geglückt in dem fernen Lande?«

»Höre ſelbſt, erwiederte der Pfarrer, und las weiter:

Nach langer Fahrt endlich tauchte die Küſte von Aſien vor uns auf und wir liefen in den Hafen ein, von dem ich noch nicht wußte, ob er mir ein Hafen des Friedens und Glückes werden ſollte. Den geringen