der junge Mann,»obgleich doch auch wieder vielleicht nur eine Gnade von Gott! Die arme Frau hat nicht das Ausſehen, als ob ihr noch viele frohe Tage im Leben beſchieden geweſen wären. Doch wie dem auch ſei, hier im Walde darf ſie nicht liegen bleiben, wir müſſen für ein chriſtliches Begräbniß ſorgen, Gottlieb! Hilf mir, die Arme auf den Wagen betten! Aber warte, ich will erſt den Kleinen zu mir nehmen.“
Leiſe und vorſichtig, um das Kind nicht aufzuwecken, nahm er es aus den kalten Armen der Mutter, hüllte es in die leinene Decke, die noch am Boden lag, und trug es zum Wagen. Dann hob er mit Hülfe Gott⸗ liebs die entſchlafene Frau auf, bettete ſie auf das Stroh im Wagen, ſetzte ſich neben ſie, und nahm das Kind auf ſeinen Schooß, wo es warm und weich lag. Lang⸗ ſam fuhr der Knecht nach dem Dorfe zurück.
Zweites Kapitel.
Laſſet die Kindlein zu mir kommen und wehret ihnen nicht. Matth. 19, 14.
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Die Verſuche, welche der Pfarrer Robin— ſo hieß der junge Mann, der in chriſtlicher Liebe das Amt des barmherzigen Samariters übernommen hatte— mit Sorgfalt in ſeiner Pfarrwohnung anſtellte, die arme Frau wieder in's Leben zurück zu rufen, zeigten ſich erfolglos. Gott hatte ihre unſterbliche Seele zu


