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„Herrje, was Sie ſagen, Herr Pfarrer,« antwor⸗ tete der Bauer, der bei dem Eintritte des jungen Man⸗ nes ehrerbietig aufgeſtanden war und ſein Käppchen gelüpft hatte.„Ja, ja, es ſoll gleich geſchehen! He, Gottlieb, ſpanne die beiden Braunen vor, und kannſt auch ein paar Bund Stroh auf den Wagen werfen, daß es nicht ſo ſchüttert und ſtaukert auf dem holpri⸗ gen Waldwege! Mache geſchwind, Gottlieb, hörſt du wohl?“
Der Knecht war ſchon aufgeſprungen und eilte in den Hof hinaus. Bald darauf hörte man das Ge⸗ trappel der Pferde, der Wagen fuhr vor das Haus, der junge Pfarrer ſtieg auf, und in raſſelndem Trabe ging es in den Wald hinein. Der Knecht hatte kluger Weiſe eine Laterne mitgenommen, und ſo hielt es nicht ſchwer, den ſchmalen Weg aufzufinden und zu ver⸗ folgen.
„Jetzt halt!« rief der Pfarrer dem Knechte zu— „hier iſt die Eiche, und hier muß auch die arme Frau am Fuße derſelben liegen.“
Die Pferde ſtanden und der junge Pfarrer ſtieg vom Wagen. Mit der Laterne in der Hand ſuchte er den Ort auf, wo er die kranke Frau verlaſſen hatte. Ja, da lag ſie noch, mit dem Rücken gegen den Stamm gelehnt, und das Kind ruhte ſchlummernd auf ihrem Schooße. Aber ach, ihr Geſicht war ſo blaß, ſo ſchreck⸗ lich blaß, als der Schein der Laterne hell auf ſie fiel. Ihre Augen waren geſchloſſen, ihre Hände wie im Ge⸗ bet über dem Haupte des ſchlafenden Kindes gefaltet. Die Arme, ſie blickte nicht auf, als der Pfarrer näher trat, ihre Lippen blieben ſtumm, ſie regte ſich nicht... „Barmherziger Gott,“ ſagte der Pfarrer und fuhr


