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Selig sind die Barmherzigen, denn sie werden Barmherzigkeit erlangen : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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der Schulter; den Hirſchfänger an der Seite; es waren Jäger, die vom luſtigen Pürſchen kamen und munter plaudernd der Heimath zueilten, der traulichen Heimath, dem ſchützenden Dache, wo Friede, Ruhe, Erholung und Freude ihrer harrten. Die arme, hei⸗ mathloſe, erſchöpfte, ſterbende Frau raffte ſich auf, warf ſich den Reitern in den Weg, und ſtreckte ihnen flehend die Arme entgegen.

Erbarmen! rief ſie ihnen zu.»Erbarmen! Ich kann nicht weiter! Ich erliege dem Hunger, dem Elende, der Ermüdung! Und mein armes Kind! Die Nacht iſt nahe! Oh, laßt uns nicht hülflos im kalten, dunkeln Walde umkommen!

Weib, was willſt du?« entgegnete eine barſche Stimme ärgerlich.Aus dem Wege, aus dem Wege da! Komme nach dem Schloſſe, wenn du betteln willſt, aber halt' uns nicht hier auf, hier auf der offenen Straße. Aus dem Wege da, fort!«

Die arme Frau ging nicht.Erbarmen! Ich ſterbe! rief ſie und ſank auf die Knie nieder.Mein Kind! Mein armes Kind! O Gott, erbarmt Euch unſer!«

Bettelvolk, unverſchämtes! ſchallte die rauhe Ant⸗ wort zurück.Ich ſage dir ja, Weib, du ſollſt nach dem Schloſſe kommen, aber jetzt fort, oder mein Pferd rennt dich über den Haufen!

Sie ging nicht, die Unglückliche, ſie konnte nicht gehen, ihre Kraft war zu Ende. Indem ſie ohnmäch⸗ tig ihr ſchwaches Haupt zu Boden ſinken ließ, gebrauchte der Reiter die Sporen, ſein Pferd ſetzte über die Frau hinweg, und die Anderen folgten in gleicher Weiſe. Im Galopp ſprengten ſie davon, und ließen das arme Weib,