dürfen wir's ſchon wagen, ihn in unſeren Freund⸗ ſchaftsbund als den Dritten oder eigentlich Vierten aufzunehmen. Aber lieber, neuer Freund, verſprechen Sie ſich weiter nichts von uns, als höchſtens zuweilen eine leidliche Unterhaltung und nebenbei treue Anhäng⸗ lichkeit. In dieſen beiden, in den Augen der meiſten Menſchen ſehr überflüſſigen Schätzen beſteht unſer beſtes Hab und Gut!“
„Nach meiner Anſicht aber iſt treue Anhänglichkeit überhaupt der beſte Schatz, den man gewinnen kann!“ entgegnete der Jüngling herzlich.„Alſo Freunde für immer!“
„Gewiß, wenn Gott ſeinen Segen dazu gibtl« ſag⸗ ten Paul und Erich, und eine innige Umarmung be⸗ kräftigte den geſchloſſenen Bund.
„Aber wo iſt denn der kleine Schifferjunge geblie⸗ ben?« fragte Paul plötzlich, um der allzu feierlichen Stimmung eine andere Richtung zu geben.
„Hier bin ich, liebes Herrchen!“ antwortete eine Stimme vom Waſſer her, und mit hellen Augen blickte der muntere Burſch, dem ſie angehörte, zum Ufer auf. † Seinen Kahn hatte er bereits wieder eingefan⸗ gen und ſchien ganz vergnügt, daß Alles ſo gut abge⸗ laufen war.„Wollen Sie wieder einſteigen?« fuhr er fort.„Zum zweiten Male werfen wir gewiß nicht
um!«
„Nein, nein, ich will gehen, um wieder warm zu werden,“ erwiederte der Fremde, und gab dem Knaben ein Stück Geld. Dieſer fuhr luſtig davon, und unſere Freunde kehrten raſch nach der Stadt zurück. Es that ihnen Allen Noth, daß ſie die Kleider wechſelten, denn ſie waren natürlich naß bis auf die Haut. Erſt, als
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