komm herein,“ ſprach der Alte, und verſchwand von dem Fenſter, deſſen Eiſengitter ſogleich wieder vorge⸗
ſchoben wurde. Schmulche näherte ſich indeß neugierig
„der ihm bezeichneten Hausthür, öffnete ſie, und trat in
einen engen, finſteren, mit tauſenderlei Trödel ange⸗ füͤllten Laden, der ihm keinen hohen Begriff von dem Wohlſtande des Beſitzers einflößte. Er wurde indeß nicht lange ſeinen Betrachtungen überlaſſen. Eine Thür im Hintergrunde des Ladens wurde geöffnet, und auf der Schwelle erſchien der alte Mann, welcher Schmulche hereingerufen hatte.
4„Komm hierher, hier herein, Schmulche⸗Leben,“ — ſagte er und winkte ihm.
Der Knabe folgte dem Winke, denn ſo eigenthüm⸗ lich und ungewöhnlich das Ausſehen des alten Mannes
3l mit ſeinem langen weißen Barte und ſeiner hageren, in einen buntgeblümten Schlafrock gewickelten Geſtalt auch ſein mochte, ſo hatte ſie doch weder etwas Ab⸗ ſchreckendes, noch auch Furcht Einflößendes. „Der Schem boruch hu(der, deſſen Name gelobt ſei), behüte Euch,“ ſagte er beim Eintreten, und der
Väter, ſegne deinen Eingang und deinen Ausgang! Du biſt hungrig, Schmulche⸗Leben?« 4 „So hungrig, wie ein Menſch ſein kann, der in vierundzwanzig Stunden nichts hat gegeſſen,“ erwiederte Schmulche..
„Ich hab' mir's gedenkt! Darum, ſo iß! Hier iſt Brod!« ſagte der Alte, und ſchob ihm über den Tiſch außer dem Brode auch ein Meſſer hin.„Iß, wie ſchmeckt, und kümmere dich nicht um mich. W— nachher noch Zeit genug zum Schmuſen
Alte erwiederte ſogleich:„Jehovah, der Gott unſerer


