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Schmulche-Leben : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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Ausdruck an, den es anfänglich gezeigt hatte, Schmulche

bemerkte es auf der Stelle.

Warum ſiehſt du ſo betrübt aus?« fragte er.

Du weißt es ja! Ich ſagte dir es ja ſchon,« erwiederte Andreas.Mich hungert, und meine arme Mutter hat ſeit geſtern früh nichts genoſſen. Oh, ſie wird ſterben, wenn ich mit leeren Händen zu ihr zurück⸗ komme.

Nein, ſie ſoll nicht ſterben!« rief Schmulche Fried⸗ länder aus, in deſſen Zügen ſich einige Augenblicke hindurch ein innerer, lebhafter Kampf abgeſpiegelt hatte. Hier nimm hin!« fuhr er fort, und zog ein Stück Brod unter ſeiner zerlumpten Jacke hervor.Bringe das deiner Mutter! Es iſt zwar nur eine Brodrinde, aber ſie wird doch verhüten, daß deine Mutter ſtirbt, und morgen, bis morgen kann ſich viel geändert haben. Da nimm!«

»Aber du?« ſagte Andreas erſtaunt, und zögerte, das Stück Brod zu nehmen, obgleich ſeine Augen vor Begierde funkelten und ſeine Finger unwillkürlich dar⸗ nach zuckten, wie nach einem großen unermeßlichen Schatze.Aber du?

Ich?« antwortete Schmulche gleichgültig.Ich habe heute zu Mittag gegeſſen, und kann einmal ohne Abend⸗ brod ſchlafen. Das thut mir nichts, ich bin daran ge⸗ woͤhnt. Nimm, oder ich werde böſe, denn ich geb' es dir Hern, das Brod!« 4 Andreas zögerte nicht länger, ſondern griff haſtig 3u, und ſteckte das Stück Brod in die Taſche.

Dank, tauſend Dank!« ſtammelte er mit halb er⸗ ſtickter Stimme, und Thränen der Rührung und des

Entzückens ſtürzten ihm aus den blauen Augen.Meine

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