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Der Schatz des Inka : eine Erzählung für meine jungen Freunde / von Franz Hoffmann
Entstehung
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7⁵

Nichts von Mord, Vater, entgegnete Franz trotzig. Er hätte dich getödtet, wenn ich ihn nicht niederſchoß.. Aber wir haben ihn zuerſt überfallen, und ſo ruhet die Blutſchuld dennoch auf uns! antwortete der Vater mit einem Anfluge von Reue.Oh, hätten wir unſere Habſucht beſſer gezügelt, es wäre nicht ſo weit mit uns gekommen. Ich wollte nicht ſeinen Tod, nur ſeine Schätze!«

Gleichviel, Vater, geſchehen iſt geſchehen!« ent⸗ gegnete Franz.Seine Schätze, wenigſtens einen Theil davon, haben wir, und den Tod hat er ſich ſelber zu⸗ gezogen. Warum ergab er ſich nicht, da er doch ſah, daß wir Zwei gegen Einen waren? Auch iſt es nur ein elender Indianer. Wer fragt nach ihm? Wir muüſ⸗ ſen nur Sorge tragen, ſeinen Leichnam zur Seite zu ſchaffen.«.

Aber wohin mit ihm? Wenn man ihn fände!

Wenn die Indianer erführen, daß wir es ſind, die ihn tödteten! öSie werden es nicht erfahren, Vater! Eine halbe Stunde von hier iſt eine Schlucht, die ſelten oder nie⸗ mals von einem Menſchen betreten wird. Wir tragen den Körper dorthin und werfen ihn hinein. Wenn man ihn dann auch durch einen Zufall auffände, wer dürfte behaupten, daß wir ihn erſchoſſen haben? Niemand kann auch nur Verdacht gegen uns hegen. Friſch zu, Vater! Einmal in der Schlucht, iſt er für immer verſchwunden!

Die Nothwendigkeit gebot, dieſen Vorſchlag Fran⸗ cesco's auszuführen. Obgleich mit geheimem Grauen, faßten doch Beide zu, und ſchleppten den regungsloſen