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und Spalten drang, und nicht nur das Verdeck über⸗ ſchüttete, ſondern wie ein feiner Staub oder wie Mehl ſelbſt in den Kleidern ſich feſtſetzte. So dicht war die⸗ ſes Schneetreiben, daß man im Freien trotz des hellen Tageslichtes nicht fünf Schritte weit ſehen konnte. Den ganzen Tag hielt es an, und auch noch die Nacht hin⸗ durch, bis gegen Morgen die Mannſchaft der»Hoff⸗ nung“ durch ein ungeheures Krachen und eine gewal⸗ tige Erſchütterung von außen in allgemeinen Schrecken und Beſtürzung verſetzt wurde. Das Schiff ſchwankte, hob und ſenkte ſich, wie beim wildeſten Sturme auf offener See, und der Boden ſchien den Leuten unter den Füßen zu weichen. Allle eilten mit bleichen Geſich⸗ tern auf das Verdeck, und hier ſahen ſie nun auf den erſten Blick die Urſache der ungewöhnlichen Erſchütte⸗ rung. Ringsum war das Eis in ungeheure Schollen zerbrochen, welche ihr Spiel mit dem Schiffe trieben und es zu Staub zu zermalmen drohten. Angſtvoll erwarteten Alle den Untergang. Da, plötzlich, ſchob ſich eine mächtige Scholle unter den Kiel des Schiffes, hob es mitten aus dem Getuͤmmel der krachenden Eis⸗ trümmer heraus, und ſchob es mit unwiderſtehlicher Gewalt auf die Eismaſſen zunaͤchſt dem Ufer hinauf, wo es unbeweglich liegen blieb.
Wie durch ein Wunder war das Schiff gerettet. Am nächſten Tage hatte der Sturm die Eisſchollen weiter nach Süden hinab gefegt, und das Meer lag eben, glatt und ruhig da. Durch eine gemeinſame An⸗ ſtrengung gelang es, das Schiff von der glatten, etwas geneigten Eisbahn wieder in das Waſſer zu bugſiren, und nun ſchaukelte es ſich unbeſchädigt und ſo ruhig
Hoch im Norden.. 7


