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Für Robert, welcher die eigenthümlichen Wirkungen großer Kälte noch nicht kennen gelernt hatte, war es üͤberraſchend, ſie dieſelbe Empfindung hervorbringen zu ſehen, wie ſehr große Gluthhitze. Ein Stück kalter Stahl fühlte ſich mit bloßer Hand genau ſo an, wie ein anderes Stück Eiſen oder Stahl in weißglühendem Zuſtande, und Beides erzeugte die gleiche Wirkung, indem nach der Beruͤhrung die Haut ſich von den Fin⸗ gern löste.
Robert litt im Anfange einigermaßen unter dem Einfluſſe der grimmigen Kälte, aber allmählig, da er ſich moͤglichſt dagegen zu ſtählen ſuchte, gewoͤhnte er ſich daran. Gleichwohl war das Leben an Bord ein⸗ förmig und langweilig genug. Um ſechs oder ſieben Uhr ſtand Robert, wie auch die Mannſchaft, jeden Morgen auf, trank noch in ſeinem Bett ein Glas kaltes Waſſer, und reinigte den ganzen Koͤrper, indem er ihn mit Hülfe eines rauhen groben Handtuchs und einer Art wäſſrigen Schneemußes abrieb. Dann zog er ſich ſchleunigſt an und eilte auf das Verdeck, wo die ſcharfe Luft ihm gewoͤhnlich einen Huſtenanfall erpreßte und die Kälte ihm faſt den Athem verſagte. Deſto ange⸗ nehmer erſchien ihm dann aber die Temperatur der Kajüte, obgleich auch ſie unter dem Gefrierpunkt des Thermometers ſtand. Heißer Kaffee, Kuchen aus Maismehl, oder was es ſonſt zum Frühſtück gab, wurde mit gutem Appetit verzehrt, und dann wieder ein Spa⸗ ziergang auf Deck gemacht, bis die gar zu arge Kälte wieder zum Hinuntergehen zwang.
In der Regel um halb elf Uhr Morgens verſam⸗ melten ſich die Offiziere und ein Theil der Mannſchaft draußen auf dem Eiſe, um ſich der Geſundheit wegen
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