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Captal / von Franz Hoffmann
Entstehung
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verzweifelnd in das Gewölbe zurückſpringen, als er ſich noch zur rechten Zeit ſeines Meſſers erinnerte, und den Verſuch machte, den Kalk loszubröckeln, in welchen die Stäbe eingefugt waren. Es gelang, und beſſer, als er zu hoffen wagte. Der Kalk war morſch, verwittert, von Feuchtigkeit durchdrungen, und ließ ſich ſchneiden, wie naſſer Thon. Rollet arbeitete mit Haſt, und ſuchte ſich einen Ausweg aus ſeinem Gefängniſſe zu bahnen, wie eine Maus,

die in der Falle gefangen iſt und mit den Zähnen ihren Käfig zernagt. Die Eiſenſtäbe wankten; er

bog ſie hinüber und herüber; endlich fielen ſie; und

jauchzend vor Freude zwängte ſich Rollet durch die

Oeffnung. Sie war freilich nur eng und ſchmal;

aber der Zigeuner achtete nicht der geſchundenen Haut,

der zerriſſenen Kleider. Er ſchlüpfte hindurch, flog

mit Windeseile über die zum Theil ſchon eingeſun⸗

kenen Graͤber hinweg, überkletterte mit leichter Mühe die Kirchhofsmauer, und ſah ſich nun glücklich im Freien.

»Jetzt, Graf Darville, zittere! ſagte er mit dem Ausdrucke unauslöſchlichen Haſſes und im Vor⸗ gefühle der befriedigten Rache.Haſt du mich ver⸗ rathen, ſo will auch ich dich verrathen, und das Blutgerüſt ſoll der Lohn deiner Schändlichkeiten ſein!«