Eilftes Kapitel.
Als der Zigeuner ſich von dem ſchlauen Grafen überliſtet ſah, gerieth er in die grenzenloſeſte Wuth und geberdete ſich wie ein Wahnſinniger. Mit den geballten Fäuſten ſchlug und donnerte er gegen die feſte Thür, die ſich hinter ihm geſchloſſen hatte, brüllte, wie ein gefangener Löwe, wälzte ſich auf den feuchten Steinplatten umher, welche den Fuß⸗ boden des Gewölbes bildeten, raufte ſich das Haar aus, und ſchalt ſich ſelbſt mit allen möglichen Schimpf⸗ namen. Aber dieſer ohnmächtige und raſende Zorn konnte nicht von langer Dauer ſein, und machte bald einer ruhigeren Ueberlegung Platz. Der erſte Ge⸗ danke, der lebhaft in ihm aufſtieg, zielte darauf hin, einen Verſuch zum Entkommen zu machen. Dazu war es nöthig, daß er ſein Gefängniß genau unter⸗ ſuchte. Er richtete ſich auf und blickte umher.


