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Captal / von Franz Hoffmann
Entstehung
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„Was du für ſchönes, langes Haar haſt, Cap⸗ tal!« ſagte er endlich.„So ſchön habe ich's noch in meinem ganzen Leben nicht geſehen.“

„Ach, meine gute Mutter machte es mir aber auch immer ſo lockig und glänzend,“ ſagte Captal, indem er ſich aufrichtete, und bei der Erinnerung an ſeine geliebte Mutter unter Thränen lächelte. „Jeden Abend ſetzte ſie ſich zu mir, oder nahm mich auf ihren Schooß, und ſtreichelte mein Haar, wie du, und küßte mich darauf, und liebkoste mich! Ach, meine gute, liebe Mutter, wenn ich doch nur wieder bei dir wäre!«

Der Knabe ſtreckte ſehnſüchtig die Arme aus, und ſing dann wieder an zu weinen, da er wohl einſah, wie vergeblich dieſer ſein heißer Wunſch war. Pierre dachte darüber nach, wie er wohl ſei⸗ nen kleinen Gefaͤhrten tröſten könne, und da eben ein ſchöner glänzender Schmetterling vorüber flat⸗ terte, und ſich nicht weit von ihm auf eine Alpen⸗ blume ſetzte, ſo tippte er Captal auf die Schulter und fluͤſterte ihm zu:„Sieh, wie ſchön er iſt!“

„Wer?“« fragte der Knabe.

„Dort der Schmetterling! Siehſt du ihn denn nicht?« 2

Captal wiſchte ſich die Thraͤnen aus den Augen,

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