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„Nun, Herr Graf,“ fragte ich,„was ſoll mit dem Knaben werden?“
„Er muß ſterben,“« antwortete er flüſternd, aber mit einer ſo feſten Entſchloſſenheit, daß es mir eis⸗ kalt über den Rücken lief.
„Aber wenn es entdeckt wird, Herr Graf?« fragte ich mit ein wenig zitternder Stimme, indem ich zu⸗ gleich fühlte, daß ich todtenblaß im Geſichte geworden war.
„Dann iſt es deine Schuld allein,“ ſprach er kalt.„Du haſt weiter nichts zu thun, als einen günſtigen Augenblick abzuwarten, den Jungen in ei⸗ nem der vielen Fiſchteiche im Schloßgarten zu er⸗ tränken. Das kann dir nicht ſchwer werden; denn Captal läuft oft und viel ganz allein in dem weit⸗ läufigen Parke umher, und wenn du alles geſchickt anfängſt, ſo wird es natürlicher Weiſe den Anſchein haben, als ob er zufällig in den Teich gefallen und darin ertrunken ſei.«
„Ich ſchauderte bei der kaltblütigen Grauſamkeit des Grafen, der nicht das Leben des unſchuldigen, zarten Knaben, nicht die unglückliche Mutter ſchonte, welcher der Schmerz über den Verluſt ihres Sohnes leichtlich ebenfalls das Leben koſten konnte. Doch beherrſchte ich mich hinlänglich, um meine Gefühle


