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Captal / von Franz Hoffmann
Entstehung
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als ſein kleiner Begleiter Captal, deſſen Worten er beim Weiterſchreiten ſo aufmerkſam lauſchte. Pierre war ein Zigeunerkind, aber Gott hatte ihm nur das Aeußere eines ſolchen verliehen. Sein Herz und ſein Gemüth waren gut, und gewiß würde er ein vortrefflicher Knabe geweſen ſein, wenn er eine beſ⸗ ſere Erziehung genoſſen hätte. Aber ſeit ſeiner Ge⸗ burt von Sünde und Laſter umgeben, konnte es nicht ausbleiben, daß ſeine Seele von dem vergiftenden Hauche derſelben berührt werden mußte. Er hatte die Sünde bereits kennen gelernt und geübt, ohne nur zu wiſſen, was Sünde ſei. Doch bedurfte es bei ihm gewiß nur der Lehre und des Beiſpiels, um ihn dem Böſen abwendig zu machen, und ihn für immer dem Guten zuzuwenden.

Captal war natürlich viel kleiner, als Pierre und auch viel feiner und zierlicher als er gebaut. Sein Geſicht glänzte eben ſo braun, wie das der Uebri⸗ gen, aber ein aufmerkſamer Blick zeigte ſogleich, daß dieſe Farbe bei ihm keine natürliche war; denn aus dem dunklen Geſicht ſchauten ein Paar ſo helle blaue Augen heraus, daß ſie nimmermehr einem Zi⸗ geunerkinde angehören konnten. Seine Haut war mit einer dunklen Flüſſigkeit gebeizt worden, und ſeltſam ſtach das lichte blonde Haar dagegen ab, das in